Die MAKS - Therapie: Vielfalt und Intensität

Die MAKS - Therapie unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von anderen nicht-medikamentösen Demenztherapien:

  • Multidimensionalität und ganzheitlich orientiertes Pflegeverständnis
  • spezielle Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Menschen mit Gedächtnisproblemen (leichte bis mittelgradige Demenz)
  • Ressourcenorientierung und individuelle Förderung im Bereich der persönlichen Leistungsgrenze (Einsatz unterschiedlicher Schweregrade)
  • leichte Integration in ein pflegerisches Handlungskonzept eines Wohnbereiches
  • innere Systematik der Module (Kombinationsmöglichkeiten anhand eines Tages- oder Wochenmottos)
  • Abwechslungsreichtum durch die Vielzahl vorhandener Übungen
  • Angebot für die weibliche wie für die männliche Zielgruppe

Innovativ sind die für die MAKS-Therapie völlig neu entwickelten und für Menschen mit Gedächtnisstörungen angepassten geistigen Übungen. Die Übungen sind seniorengerecht (große Buchstaben) und bestehen überwiegend aus farbigem Bildmaterial (echte Fotografien). Im Zentrum bei der Durchführung stehen spielerischer Umgang und die Vermittlung von Erfolgserlebnissen, nicht aber das Tempo oder richtige Lösungen. "Nicht überfordern, aber auch nicht unterfordern", so lautet die Devise. Deshalb liegen viele Übungsversionen auch in 2-3 Schweregraden vor.

Überblick - kognitive Aktivierung in der MAKS-Therapie

  • Feinmotorische Aufwärmübungen (z.B. Bleistiftgymnastik)
  • Farbige, seniorengerechte Papier- und Bleistiftübungen (in 2-3 Schweregraden)
  • PC-Übungen mit Beamer (oder Touchscreen-PC zur Einzelförderung)
  • Feinmotorische Legeaufgaben mit PC und Beamer
  • Kognitive Spiele (z.B. Würfelspiel)

Die vier Bereiche der MAKS-Therapie in der Praxis

spirituell
psychomotorisch
kognitiv
und alltagspraktisch

Das Handbuch zur MAKS-Therapie

Das MAKS-Studienmanual

Für das Forschungsprojekt wurde eigens ein Studienmanual entwickelt, das genau auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse von Menschen mit Gedächtnisproblemen abgestimmt ist.

Das MAKS-Handbuch mit DVD (Herausgeber: Eichenseer/Gräßel)

Auf der Basis dieses Studienmanuals ist nun das MAKS-Handbuch entstanden (Autorin der Module "MAK" ist Frau Dr. Eichenseer, Autor des Moduls "S"= spirituell ist Herr Stephan M. Abt, Sigmund-Faberheim, Hersbruck der Diakonie Neuendettelsau). Im Buchhandel erhältlich seit 16.09.2011 - ISBN: 978-3-437-28020-7

...ist ein strukturiertes, praxisnahes Anleitungsbuch für Gruppen- oder Einzelaktivierungen von Demenzbetroffenen. Zahlreiche Übungsvorschläge zu allen 4 Modulen ermöglichen den Anwendern die therapeutische Planung und Ausgestaltung für ein Jahr.

...richtet sich an alle haupt- oder ehrenamtlich Tätigen im Altenhilfebereich

  • Mitarbeiter in stationären und teilstationären Einrichtungen wie Kurzzeitpflege, Tagespflege, Tagesklinik (siehe zusätzliche Betreuungsleistungen durch SGB XI §45b in dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (PfWG) seit 2008.
  • Mitarbeiter in der Ambulanten Pflege (zusätzliche Betreuungsleistungen durch SGB XI §45b)
  • Mitarbeiter im niedrigschwelligen Bereich: z.B. Betreuungsgruppen für Demenzbetroffene (SGB XI §45c)
  • Mitarbeiter im stationären und ambulanten Rehabilitationsbereich
  • Pflegende Angehörige mit Bedarf an therapeutischer Anregung und Unterstützung

Qualität

"Aus Sicht des Qualitätsmanagements erweist sich die standardisierte Form der MAKS-Module als Vorteil. Sie unterstützt die Pflegenden bei der Pflegedokumentation, da sich Therapieeinheiten aufgrund ihrer standardisierten Form in eine Pflegeplanung schnell integrieren lassen"..., so Frau Prof. Dr. Stemmer 

Beitrag zur Qualitätssicherung

Die Pflegetransparenzvereinbarung (PTVS) fragt gezielt nach Angeboten für Bewohner mit Demenzerkrankungen, die die Kommunikation, Bewegung und Wahrnehmung ansprechen. Mit der Umsetzung der MAKS-Therapie können Pflegende diese Bereiche gezielt anregen.

Hinweis zum Fernsehbeitrag (Universitätsklinkum/Psychiatrie, Erlangen und Sigmund-Faber-Heim, Hersbruck) am 13.11.2011 im Bayrischem Fernsehen "Frankenschau", gesendet um 18:05 Uhr "Aktiv im Alter" - Hilfe für Demenzkranke http://www.br.de/fernsehen/bayrisches-fernsehen/sendungen/frankenschau/fsvideo-demenz100.html

Praxisnahe Vorträge, Schulungen, Workshops

Auskunft über Dr. B. Eichenseer 

Universitätsklinikum Erlangen

Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik Bereich Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie Schwabachanlage 6

91054 Erlangen

Tel.: 0049(0)9131/85-34863

E-mail: birgit.eichenseer (at) uk-erlangen.de

www.maks-aktivierungstherapie.de

 

www.psychiatrie.uk-erlangen.de