Ergebnisse

Bis zum November 2009 konnten 129 Bewohnerinnen und Bewohner ihre Studienteilnahme abschließen. 70 Bewohnerinnen und Bewohnern konnten nach Ablauf eines ganzen Jahres noch einmal untersucht werden, so dass uns wichtige Daten über die Langzeitwirkung des Programms  vorliegen. Aus den Heimen ist viel positives Feedback zu hören, einige Teilnehmer sind beispielsweise wacher, besser gelaunt, finden mehr Anschluss und zeigen mehr Eigeninitiative. Oder um es mit den Worten eines der Teilnehmer auszudrücken: „Mir geht’s jetzt so gut, das kommt vom MAKS.“.

Auswirkungen der MAKS-Therapie

Über den Zeitraum eines ganzen Jahres zeigte sich, dass die alltagspraktischen und kognitiven Fähigkeiten unter der MAKS-Therapie auf gleichem Niveau blieben, während sie in der Kontrollgruppe vor allem im zweiten Halbjahr weiter abnahmen, wie dies für den „natürlichen“, untherapierten Verlauf von degenerativen Demenzen (insbes. Alzheimer-Demenz) üblich ist.

Während die Gesamtsymptomatik in der Kontrollgruppe unverändert blieb, verbesserte sie sich unter der MAKS-Therapie sogar (nur in den ersten sechs Monaten erfasst). Dies ist insbesondere auf eine Abnahme depressiver Symptome, eine Abnahme sog. herausfordernder Verhaltensweisen (z. B. Aggressivität) und eine Verbesserung des Sozialverhaltens zurückzuführen.

Für die gesamte Pflegezeit pro Tag und für den Basis-Pflegeaufwand bezüglich Mobilität, Körperpflege etc. zeigen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Therapie- und Kontrollgruppe. Ausnahme ist die notwendige Zeit für Hilfen im IADL-Bereich (z. B. beim Telefonieren, bei kleineren Besorgungen etc.): Diese „Pflegezeit“ wird für Personen unter der MAKS-Therapie geringer, da die Betroffenen auf diesem Gebiet selbstständiger werden, während sie in der Kontrollgruppe in unverändertem Umfang notwendig ist.

Für weitere Informationen haben wir Ihnen eine Kurzfassung des Projekts zur Verfügung gestellt sowie die deutsche Übersetzung unserer Hauptpublikation, wie sie bei BMC Medicine veröffentlicht wurde und dort auch kostenfrei heruntergeladen werden kann. Außerdem finden Sie einen deutschen Artikel zu den Auswirkungen der MAKS-Therapie auf Stimmung, Pflegeaufwand und Verhalten.

Downloads

Ressourcenerhaltende Therapie (pdf, 119 KB)
Was leisten "nicht-medikamentöse" Therapien bei Demenz? Ein Überblick über aktuelle Projekte

Kurzfassung und Ergebnisse der MAKS-Studie (pdf, 26 KB)

Die MAKS-Studie (deutsche Übersetzung) (pdf, 146 KB)

MAKS-Studie - Ergebnisse zu Stimmung und Verhalten (pdf, 177 KB)

MAKS-Studie - Langzeitergebnisse (pdf, 552 KB)

Fazit

Die MAKS-Therapie …

  • ist wirksam* hinsichtlich Gedächtnis- und Denkfähigkeit (*stoppt die weitere Verschlechterung)
  • ist wirksam* hinsichtlich alltagspraktischer Fähigkeiten (*stoppt deren weiteres Nachlassen)
  • verschafft den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine positiv erlebte Zeit in Gemeinschaft
  • verbessert die Stimmung durch Verminderung der Depressivität
  • verbessert außerdem das Verhalten, indem es soziales Verhalten fördert und herausfordernde („störende“) Verhaltensweisen vermindert
  • wirkt genauso intensiv auf Gedächtnis und Denken wie die „besten“ Medikamente gegen Demenz (etwa gleiche Effektstärke)
  • wirkt sogar intensiver (größere Effektstärke) auf die alltagspraktischen Fähigkeiten als die „besten“ Medikamente gegen Demenz
  • wirkt wahrscheinlich länger (mindestens zwölf Monate) als die „besten“ Medikamente gegen Demenz (Wirksamkeit für sechs Monate nachgewiesen)
  • wirkt ohne Nebenwirkungen und
  • verschafft den Therapeutinnen und Therapeuten „erfüllte“ Arbeitszeit mit kreativem Handeln

Mit der MAKS-Therapie heißt Wirksamkeit bei Demenz ab jetzt: Die Fähigkeiten bleiben für mindestens zwölf Monate erhalten und Stimmung und Verhalten verbessern sich! Somit wirkt die MAKS-Therapie insgesamt besser als die „besten“ Medikamente gegen Demenz und das ohne Nebenwirkungen!